Vokation in der EKvW
Alle wichtigen Infos für eine erfolgreiche Antragstellung.
Eingeschränkte kirchliche Unterrichtserlaubnis

Für den fachfremden Einsatz

In Bedarfsfällen können die Landeskirchen eine eingeschränkte kirchliche Unterrichtserlaubnis ausstellen für Lehrkräfte, die keine Teil- oder Erweiterungsprüfung im Fach Ev. Religionslehre abgelegt haben.

  • Für die Erteilung der eingeschränkten kirchlichen Unterrichtserlaubnis ist die Landeskirche zuständig, in deren Bereich der Schulort liegt.
  • Nach den landesrechtlichen Regelungen und Vereinbarungen der Gliedkirchen NRW mit dem Land NRW darf in Schulen der ev. Religionsunterricht nur von Personen erteilt werden, die auch im Besitz der kirchlichen Bevollmächtigung (VOKATION) sind.
    Lehramtsinhaber/innen, die im Rahmen einer ersten Staatsprüfung für ein Lehramt keine Teilprüfung oder keine Erweiterungsprüfung im Fach Ev. Religionslehre abgelegt haben, können im Bedarfsfall zur Erteilung von Religionsunterricht eingesetzt werden, wenn die zuständige Kirche die kirchliche Bevollmächtigung erteilt hat.
  • Eine eingeschränkte kirchliche Unterrichtserlaubnis zur fachfremden Erteilung von Ev. Religionslehre kann auf Antrag unter folgenden Voraussetzungen erteilt werden:
  1. abgeschlossene Lehrerausbildung (1. und 2. Staatsexamen bzw. Bachelor/Master of Education/Staatsexamen bzw. ein Äquivalent hierzu);
  2. Anstellung an einer Schule;
  3. Nachweis des Bedarfs für fachfremden Unterricht (z. B. Lehrermangel), i. d. Regel nachgewiesen durch die Stellungnahme der Schulleitung über das zuständige Schulreferat bzw. die/den Bezirksbeauftragte/n;
  4. positive Stellungnahme des Schulreferats bzw. der/des Bezirksbeauftragte/n;
  5. Bereitschaft zu religionspädagogischer Fort- und Weiterbildung.
  • Die Unterrichtserlaubnis ist auf die Bedarfsschule im Umfang von 4 Wochenstunden eingeschränkt und erlischt mit dem Erstantrag spätestens zwei Jahre nach Erteilung. Auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wird hingewiesen. Sollte innerhalb der Befristung der kirchlichen Unterrichtserlaubnis ein Wechsel an eine Schule erfolgen, an der auch Bedarf von fachfremder Erteilung von Ev. Religionslehre besteht, muss ein erneuter Antrag (an die zuständige Landeskirche) gestellt werden.
  • Befristete Verlängerungen sind bei Nachweis eines weiteren Bedarfs auf Antrag möglich. Sie setzen die nachgewiesene Teilnahme an Lehrerfortbildungen aus unserem Angebot und die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme voraus (siehe kirchliche Unterstützungssysteme); eine aktuelle Mitgliedsbescheinigung ist beizufügen.

    Die Ev. Landeskirchen in NRW sind dankbar für die Bereitschaft, das Fach Ev. Religionslehre fachfremd zu unterrichten. Dennoch wird nach Ablauf der kirchlichen Unterrichtserlaubnis (ohne entsprechenden Qualifizierungsabschluss) daher ggf. zusammen mit der staatlichen Schulaufsicht geprüft, ob staatliche Lehrkräfte mit der Fakultas Ev. Religionslehre bzw. einer Qualifikation für dieses Fach oder auch kirchliche Lehrkräfte zur Verfügung stehen und eingesetzt werden können.
  • Bei dauerhaft beabsichtigtem fachfremden Einsatz ist die Teilnahme an einem der angebotenen Qualifizierungskursebis zur Sekundarstufe I anzustreben. Diese Angebote der (staatlichen) Weiterbildung finden je nach Kurs regelmäßig (jährlich/zweijährlich) statt. Die Teilnahme ist auf dem Dienstwege bei der zuständigen Schulaufsicht zu beantragen. Bei Genehmigung wird je nach Kurs eine entsprechende Unterrichtsbefreiung erteilt. Die Qualifizierungskurse Ev. Religionslehre werden vom Pädagogischen Institut (in Zusammenarbeit mit dem Schulreferat) durchgeführt.

    Für Lehrkräfte an Berufskollegs bietet das Pädagogisch-Theologische-Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland einen Zertifikatskurs Berufskolleg an. Bei entsprechendem Interesse wenden Sie sich bitte an die Evangelische Kirche im Rheinland.

    Für Lehrkräfte der Sekundarstufe II werden derzeit keine Qualifizierungskurse angeboten. Die Weiterbildung erfolgt nur über die staatliche Erweiterungsprüfung.
  • Bei Nachweis einer verbindlichen Anmeldung zu einer Qualifizierungsmaßnahme wird die eingeschränkte kirchliche Unterrichtserlaubnis für die Dauer dieser Maßnahme bis zum Abschluss der Vokation erteilt.
  • Eine eingeschränkte kirchliche Unterrichtserlaubnis zur fachfremden Erteilung von Ev. Religionslehre kann einmalig für ein SchulHALBjahr innerhalb NRW auch dann erteilt werden, wenn keine originäre Lehrerausbildung nachgewiesen werden kann, Sie aber über eine entsprechende Qualifikation für das Fach Ev. Religionslehre verfügen und ein Einsatz als Vertretungslehrkraft (siehe „VERENA“ Land NRW) erfolgen soll. Darüber wird je im Einzelfall entschieden. Diese Regelung beruht auf einer Absprache der staatlichen Fachaufsicht Ev. Religionslehre (Land NRW). Eine Verlängerung kann dann erteilt werden, wenn durch einen angestrebten Seiteneinstieg in den Schuldienst des Landes NRW nachweislich eine Anstellung erfolgt.

Religionslehrkräfte im Fach Ev. Religionslehre werden durch die kirchlichen Unterstützungssysteme geistlich und fachlich in ihrer Qualifizierungszeit und ihrem Beruf begleitet.

Eine weitere Aufgabe ist die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Vorbereitung auf den Abschluss einer entsprechenden Qualifikation im Fach Evangelische Religionslehre und anschließenden Vokation.

Ihre Ansprechpartnerin:
Sabine Flöthmann

 Sabine  Flöthmann

Landeskirchenamt

Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

Telefon: 0521 594-152

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